Verstaubtes Archiv voller vergessener TODO.md Dateien
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Markdown vs. TensorPM: Warum deine Projekt-Textdateien 2026 nicht mehr ausreichen

Simon Schwer
Simon Schwer·

Es beginnt immer gleich: Du startest ein neues Projekt – vielleicht ein Side-Project, eine App-Idee, oder du planst einen Umbau. Du öffnest deinen Lieblingseditor und erstellst eine TODO.md. Einfach, schnell, keine Ablenkung. Genau so soll es sein.

Zwei Wochen später sieht die Realität anders aus: TODO.md, NOTES.md, IDEAS.md, RESEARCH.md, und ein Ordner namens _old mit Dateien, die du "später sortieren" wolltest. Du suchst eine Information und öffnest drei Dateien, bis du merkst – du hattest sie in einer vierten notiert. Oder war es doch die E-Mail von letzter Woche?

Klingt bekannt?

Das Markdown-Versprechen

Markdown-Dateien sind verlockend. Sie sind:

  • Universal – Jeder Texteditor kann sie öffnen
  • Versionierbar – Perfekt für Git
  • Portabel – Keine proprietären Formate
  • Schnell – Keine App-Startzeit, kein Login

Für Dokumentation, READMEs und technische Specs sind sie nach wie vor die beste Wahl. Aber irgendwann passiert etwas: Aus einer einfachen TODO-Liste wird ein Projekt. Und dann beginnen die Probleme.

Der Moment, in dem Markdown scheitert

Es gibt einen klaren Wendepunkt. Du merkst ihn nicht sofort – er schleicht sich an.

Erst ist es nur ein kurzes Zögern: "Wo hatte ich das nochmal aufgeschrieben?" Dann wird aus dem Zögern Suchen. Aus Suchen wird Scrollen. Und irgendwann sitzt du vor deinem Rechner, hast fünf Dateien offen, und weißt nicht mehr, welche Tasks eigentlich noch offen sind.

Du hattest ein System. Wirklich. ## TODO für offene Aufgaben, ## DONE für erledigte, ## MAYBE für Ideen. Aber dann kamen Unterpunkte. Dann Prioritäten, die du mit !!! markiert hast. Dann die eine Aufgabe, die du in NOTES.md statt TODO.md geschrieben hast, weil sie "eigentlich keine richtige Aufgabe" war.

Das Problem ist nicht Markdown selbst. Markdown ist großartig – für das, wofür es gemacht wurde.

Das Problem ist: Markdown-Dateien haben kein Gedächtnis. Sie wissen nicht, was zusammengehört. Sie kennen keinen Status. Sie können dir nicht sagen, was als Nächstes wichtig ist. Sie vergessen nicht – aber sie erinnern auch nicht.

Ein direkter Vergleich

Unstrukturierte Dateien vs. strukturiertes Projektmanagement Links: Das typische Markdown-Chaos nach einigen Wochen. Rechts: Strukturierte Projektorganisation mit klaren Zusammenhängen.

Bevor wir tiefer einsteigen: Hier die Fakten auf einen Blick.

Aspekt Markdown-Dateien TensorPM
Preis Kostenlos Kostenlos (Free Tier)
Plattform Überall Desktop (Win/Mac/Linux)
Lernkurve Keine 10 Minuten
Offline-fähig Ja Ja
Daten lokal Ja Ja
Struktur Selbst definieren Eingebaut
Status-Tracking Manuell Automatisch
Suche Datei für Datei Projektübergreifend
Visualisierung Keine Kanban, Listen, Dashboard
AI-Integration Keine Eingebaut

Was strukturiertes Projektmanagement ändert

Alles an einem Ort

Stell dir vor, du baust eine App. In Markdown hast du vielleicht FEATURES.md für geplante Features, BUGS.md für bekannte Probleme, ROADMAP.md für die Timeline, und irgendwo eine Liste mit API-Endpunkten, die du noch implementieren musst.

In TensorPM ist das ein Projekt. Deine Features sind Aufgaben in der Kategorie "Features". Deine Bugs sind Aufgaben mit Status "Offen". Deine Roadmap sind Meilensteine mit Datum. Alles an einem Ort, alles durchsuchbar, alles miteinander verbunden.

Status auf einen Blick

In einer Markdown-Datei ist Status eine Konvention. Vielleicht - [ ] für offen und - [x] für erledigt. Vielleicht ein Emoji. Vielleicht eine eigene Überschrift. Aber was ist mit "in Arbeit"? Was mit "blockiert"?

TensorPM kennt vier Status: Offen, In Arbeit, Blockiert, Erledigt. Du ziehst einen Task von einer Spalte in die andere – fertig. Das Kanban-Board zeigt dir auf einen Blick, wo jede Aufgabe steht. Ohne dass du es selbst bauen musst. Ohne Konventionen, die nur du verstehst.

Und wenn du lieber Listen magst: Ein Klick, und du siehst dieselben Tasks nach Kategorien sortiert. Oder nach Priorität. Dieselben Daten, verschiedene Perspektiven – je nachdem, was du gerade brauchst.

Finden statt Suchen

"Wie hieß der Task nochmal? Irgendwas mit API..." In Markdown öffnest du die Suche deines Editors, tippst "API", und bekommst 47 Treffer in 12 Dateien. Viel Spaß beim Durchklicken.

In TensorPM tippst du "API" und siehst sofort: drei offene Tasks, eine erledigte Aufgabe, und ein Dokument das du letzte Woche hochgeladen hast. Du klickst auf den Task, den du meintest, und bist da. Keine Dateien öffnen, kein Kontext wechseln.

AI, die dein Projekt kennt

Hier wird es interessant.

Du kannst natürlich deine Markdown-Dateien in ChatGPT kopieren und fragen: "Was sollte ich als Nächstes tun?" Aber die AI kennt nur das, was du ihr gerade gegeben hast. Sie weiß nicht, was du letzte Woche erledigt hast. Sie kennt deine Ziele nicht. Sie hat keine Ahnung, dass Task 7 eigentlich von Task 3 abhängt.

TensorPM funktioniert anders. Die AI kennt dein gesamtes Projekt – nicht nur den Text, den du gerade kopiert hast. Sie weiß, was offen ist, was blockiert, was zusammenhängt. Und damit kann sie Dinge, die mit Copy & Paste unmöglich sind:

Sie sieht ein Meeting-Protokoll, das du hochlädst, und fragt: "Soll ich daraus die offenen Punkte als Tasks anlegen?" Sie bemerkt, dass du drei Aufgaben mit hoher Priorität hast, aber keine davon angefangen – und fragt, ob etwas blockiert. Sie erkennt, dass ein Task viel zu groß ist, und bietet an, ihn in machbare Teilschritte zu zerlegen.

Das ist der Unterschied zwischen einer AI, die antwortet, und einer AI, die mitdenkt.

Unterstützt werden OpenAI, Claude, Gemini, Mistral – und lokale Modelle über Ollama, wenn deine Daten deinen Rechner nicht verlassen sollen.

Markdown als AI-Kontext: State of the Art – aber nicht die Zukunft

Fairerweise: Markdown-Dateien sind aktuell der Standard für AI-Kontext. Tools wie Claude Code nutzen CLAUDE.md-Dateien, um Projekt-Kontext bereitzustellen. Du beschreibst dein Projekt, deine Coding-Konventionen, deine Architektur – und die AI liest es bei jeder Session.

Das funktioniert. Aber es hat Grenzen:

  • Statisch: Die Datei weiß nicht, was sich geändert hat. Du musst sie manuell aktualisieren.
  • Unstrukturiert: Die AI muss raten, was wichtig ist. "Ist diese Zeile noch aktuell?"
  • Kein Rückkanal: Die AI kann lesen, aber nicht schreiben. Erkenntnisse gehen verloren.

Die elegantere Lösung? Das Model Context Protocol (MCP) – ein offener Standard, der AI-Systeme mit externen Datenquellen verbindet. Statt einer statischen Textdatei bekommt die AI eine Live-Verbindung zu deinen Projektdaten.

TensorPM hat genau das bereits implementiert: Ein vollständiger MCP-Server, der dein Projektmanagement für jede AI verfügbar macht, die MCP unterstützt. Die AI kann:

  • Projekte auflisten und deren Metadaten abrufen
  • Projektdetails lesen – Tasks, Kategorien, Stakeholder, Ziele, alles strukturiert
  • Aufgaben erstellen – mit Priorität, Fälligkeit, Komplexität, Budget
  • Updates vorschlagen – die du später prüfen und anwenden kannst

Das ist ein fundamentaler Unterschied: Statt einer statischen Textdatei, die du ständig pflegen musst, bekommt die AI eine bidirektionale Live-Verbindung zu deinen echten Projektdaten. Sie liest nicht nur – sie kann auch zurückschreiben.

Stell dir vor: Du besprichst mit Claude Desktop deinen Projektfortschritt. Die AI sieht automatisch alle offenen Tasks, erkennt Blocker, und kann auf deinen Wunsch direkt neue Aufgaben anlegen oder Updates vorschlagen. Keine Copy & Paste-Orgien, keine veralteten Markdown-Dateien.

Markdown-Dateien sind der Workaround von heute. MCP ist die Infrastruktur von morgen – und mit TensorPM ist sie heute schon verfügbar.

Wann Markdown-Dateien die richtige Wahl bleiben

Markdown ist nicht "schlecht". Es ist das falsche Werkzeug für bestimmte Jobs:

Markdown ist ideal für:

  • Technische Dokumentation
  • READMEs und Projektbeschreibungen
  • Notizen, die du mit Git versionieren willst
  • Einmalige Listen ohne Nachverfolgung

TensorPM ist besser für:

  • Projekte mit mehr als 10 Tasks
  • Aufgaben mit unterschiedlichen Prioritäten und Status
  • Wenn du den Überblick verloren hast
  • Wenn du AI-Unterstützung willst
  • Side-Projects, die größer werden als geplant

Die Datenschutz-Frage

Ein häufiger Einwand: "Ich will meine Projektdaten nicht in irgendeiner Cloud."

Verständlich. Deshalb funktioniert TensorPM standardmäßig komplett lokal. Alle Daten liegen auf deinem Rechner. Die AI kannst du mit lokalen Modellen via Ollama nutzen – deine Daten verlassen niemals deinen Computer.

Und wenn du Cloud-Sync nutzt – ob als Backup, um zwischen Geräten zu synchronisieren, oder für Team-Kollaboration? Alle Daten sind Ende-zu-Ende verschlüsselt. Deine Projekte, Tasks und Notizen werden auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie unsere Server erreichen. Wir können deine Daten nicht lesen – selbst wenn wir wollten. Zero-Knowledge-Architektur bedeutet: Dein Datenschutz ist durch Design garantiert, nicht nur durch Richtlinien.

Deine Markdown-Dateien und TensorPM haben hier etwas gemeinsam: Beide respektieren, dass deine Daten dir gehören. Aber TensorPM geht weiter – selbst in der Cloud bleiben deine Daten allein deine.

Der Umstieg

Du musst nicht alles auf einmal umstellen. Und du musst auch nicht bei Null anfangen.

Wenn du ein neues Projekt in TensorPM startest, hast du drei Möglichkeiten: Du kannst einen geführten Assistenten durchlaufen, der dir hilft, dein Projekt von Anfang an durchzudenken – von den Zielen über Meilensteine bis zu den Risiken. Du kannst der AI einfach beschreiben, was du vorhast, und sie erstellt dir eine Projektstruktur. Oder du lädst ein bestehendes Dokument hoch – ein Briefing, ein Protokoll, eine Anforderungsliste – und die AI extrahiert daraus die Struktur.

Viele Nutzer starten pragmatisch: Sie übertragen die wichtigsten offenen Tasks aus ihren Markdown-Dateien, behalten die alten Dateien als Referenz, und erfassen neue Aufgaben nur noch in TensorPM.

Der Moment, in dem es klickt, kommt nach ein paar Tagen: Du öffnest die App und weißt sofort, wo du stehst. Was ist offen, was ist dran, was kann warten. Keine fünf Dateien, keine Suche, kein "Was wollte ich nochmal machen?"

Nur dein Projekt. Organisiert. Bereit.

Fazit

Markdown-Dateien sind ein Schweizer Taschenmesser – vielseitig, aber nicht für alles optimiert. Für echtes Projektmanagement fehlen ihnen Struktur, Status und Zusammenhänge.

TensorPM gibt dir genau das, ohne dich in ein Enterprise-Monster zu zwingen. Lokal, offline, mit AI die hilft statt nervt.

2026 ist das Jahr, in dem du dein Projekt-Chaos in den Griff bekommst. Nicht mit mehr Markdown-Dateien – sondern mit dem richtigen Werkzeug.


Über den Autor

Simon Schwer ist Projektmanager mit fast einem Jahrzehnt Erfahrung aus internationalen Projekten. Er hat selbst jahrelang mit Textdateien, Notion und Excel jongliert, bevor er TensorPM entwickelte – aus dem Frust heraus, dass kein Tool die richtige Balance zwischen Struktur und Einfachheit bot.


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